Sieg in Telgte!

(Juni2019)  Telgte/Nieheim. Die Peter-Hille-Schule Nieheim nahm am vergangenen Freitag erfolgreich am Kleine-Heldenturnier in Telgte teil. Mit ihrer D-Junioren-Fußball-Schul-Auswahl gewannen die Nieheimer das mit insgesamt 16 Vereins-Mannschaften stark besetzte Turnier. Dabei blieb Torwart Bastian Nolte über das gesamte Turnier ohne Gegentor.

 

Im ersten Spiel der Vorrunde siegten die Nieheimer gegen die DJK Gelmer/Sprakel 2:0. Moheb Sanjar brachte die Nieheimer mit einem Kopfball nach einer Ecke von Luca Orth mit 1:0 in Führung und Enrico Versen traf nach Pass von Moheb Sanjar zum 2:0 – der Start ins Turnier, in dem man keine Mannschaft kannte, war geglückt. Das zweite Vorrundenspiel gegen den BSV Ostbevern gingen die Nieheimer ebenso konzentriert an. Juliano Jäger und Enrico Versen schossen die Tore zum ungefährdeten 2:0-Sieg. „Wir wollen nicht auf die Ergebnisse der anderen schielen und vielleicht doch noch zittern müssen – wir wollen unbedingt aus eigener Kraft Gruppenerster werden und in die Finalrunde um den Turniersieg einziehen“, gab Sportlehrer Dieter Müller vor dem dritten und letzten Vorrundenspiel gegen den FC Hellweg Lütgendortmund die Richtung vor. Dafür musste ein Sieg her. Und die Nieheimer gaben Vollgas. Einen Angriff nach dem anderen brachten die Nieheimer vor – aber irgendwas war immer im Weg: Pfosten, Querlatte, ein Verteidigerbein oder der starke gegnerische Keeper. „1000 Chancen, aber kein Tor“, sagte Nieheims Mannschaftskapitän und Torwart Bastian Nolte nach dem 0:0 im letzten Spiel – aber es reichte. Mit sieben Punkten und 4:0 Toren zog die Peter-Hille-Schule Nieheim sicher in die Finalrunde ein und spielte um den Turniersieg gegen die drei anderen Gruppenersten. Im Halbfinale gegen den SC Westfalia Kinderhaus, einen der größten Sportvereine Münsters, jagte Enrico Versen den Ball per Vollspann aus 14 Metern hoch ins lange Eck. „Ich dachte: einfach mal draufhalten“, sagte er nach seinem Traumtor zum 1:0. Nico Dietz erhöhte per Kopfball nach einem Eckball auf 2:0. Enrico Versen mit seinem dritten Turniertor und Juliano Jäger trafen zum 4:0-Sieg und dem Einzug ins Finale. Der TuS Stenern hatte sich zuvor im zweiten Halbfinale erst im Neunmeterschießen qualifiziert. Unter Flutlicht wurde das Finale zwischen Stenern und Nieheim um 22.15 Uhr angepfiffen – eine tolle Atmosphäre. Nieheims Bürgermeister Rainer Vidal, der sich im Vorfeld des Turniers stark für die Teilnahme eingesetzt hatte und während des Turniers quasi per Liveschalte stets informiert war, schickte kurz vorm Finale noch die besten Wünsche per Handy. Ein spannendes, interessantes und schnelles Endspiel entwickelte sich. Bastian Nolte im Nieheimer Tor hielt die Null. Auf der anderen Seite setzte Luca Orth zu einem unwiderstehlichen Dribbling über Links an – seinen Schuss wehrte Stenerns Torwart mit starkem Reflex ab. Den Abpraller nahm Luca Orth volley und traf mit Links aus unmöglichem Winkel zur vielumjubelten Nieheimer Führung. Stenern drängte auf den Ausgleich, aber Nieheim stand sicher. Moheb Sanjar machte nach Flanke von Juliano Jäger das 2:0 kurz vor Schluss. Dann ließen die Nieheimer nichts mehr anbrennen und feierten den Turniersieg und sich selbst als: kleine Helden.

„Das Kleine-Helden-Turnier der SG Telgte ist ein Jugend-Benefiz-Turnier, das soziale Projekte unterstützt. Die Organisatoren um Achim Sprafke geben sich unglaublich viel Mühe – das ist ein toll organisiertes Turnier, das in sehr angenehmer, freundlicher und fairer Atmosphäre stattfindet. Wir waren die erste Schulmannschaft, die unter ansonsten Vereinsmannschaften an dem Turnier teilnahm – dafür sagen wir auch nochmal „Danke“ an die Organisatoren. Das macht Spaß und wir prüfen, ob wir nächstes Jahr erneut daran teilnehmen. Dank der freundlichen Unterstützung des Fördervereins der Peter-Hille-Schule und der Bürgerstiftung der Stadt Nieheim war die Fahrt zum Turnier mit dem Bus möglich“, erklärte Sportlehrer Dieter Müller. Für die Peter-Hille-Schule Nieheim, die Partnerschule des Deutschen Fußball-Bundes ist, waren in Telgte im Einsatz: Bastian Nolte, Nico Dietz, Luca Lobing, Enrico Versen, Luca Orth, Lucas Cicek, Max Spier, Iwen Slawin, Joshua Hind, Maximilian Gerlach, Moheb Sanjar, Julian Jäger und Julian Linneweber. Als Fan war Kilian Lange mit dabei. Und die beiden Väter Andy Hind sowie Alex Versen unterstützten die Jungs als Trainer und Betreuer.

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Turniersieger: Sportlehrer Dieter Müller, Luca Lobing, Julian Linneweber, Joshua Hind, Iwen Slawin, Moheb Sanjar, Juliano Jäger, Max Spier (o.v.l.), Nico Dietz, Luca Orth, Enrico Versen, Maximilian Gerlach, Lucas Cicek und Torwart Bastian Nolte (u.v.l.) gewannen für die Peter-Hille-Schule Nieheim das Kleine-Helden-Turnier der SG Telgte.

Besuch beim Länderspiel "Auf Schalke"

Vorfreude auf das Länderspiel

In voller "Ausrüstung" bestiegen 33 Schüler den Bus Richtung Gelsenkirchen. Schals, Trillerpfeifen, Trikots und Schmikstifte in den Nationalfarben machten deutlich, dass hier echte Fans unterwegs sind. Dieter Müller - DFB-Trainer und Leiter der gleichnamigen AG - hatte sich früh um Karten für das letzte Vorbereitungsspiel der Fußball-Nationalmannschaft gekümmert und den Zuschlag erhalten. "Ich habe noch nie ein Spiel der DFB-Elf gesehen und bin mal echt gespannt, wie Schweini, Kroos und Boateng in Wirklichkeit aussehen", sagte Philipp Versen (Klasse 6b) im Vorfeld des Spiels. Zwei Stunden vor Anpfiff wurde die Fußballarena "Auf Schalke" betreten und so manch kleiner Fan, der noch nie zuvor in einem Stadion war, blieb kurz beim Betreten der Ränge stehen, um - überwältigt von der Größe - ein lautes "Boaaah Krass" von sich zu geben.

Mit der Ankunft der Nationalspieler stieg eine Stunde später auch der Lärmpegel in der Arena, denn jeder wollte das Team durch Anfeuerung unterstützen. Kurz vor Anpfiff der Partie sorgte die übergroße Fan-Choreographie und die Nationalhymne, die aus 52.000 Kehlen inbrünstig mitgesungen wurde, für einen nächsten Gänsehautmoment.

 

Dann folgte der Anpfiff zum Freundschaftskick der beiden WM-Finale Kontrahenten von 1954.

Insgesamt wirkte das DFB-Team konzentriert und ließ den harmlosen Ungarn wenig Luft. In der 11. Minute verhinderte der Ex-Herthaner Gabor Kiraly gegen Müller das 1:0, nach dem anschließenden Eckball von Toni Kroos köpfte Antonio Rüdiger freistehend vorbei. Auf der Gegenseite zeigte Torhüter Manuel Neuer bei einem Schuss von Gergö Lovrencsis eine seltene Schwäche und hatte Glück, dass der Hannoveraner Adam Szalai beim unverhofften Abpraller im Abseits stand (15.).

So stand wie gegen die Slowakei ein guter Beginn ohne den erhofften Ertrag, und wie am Sonntag fand der Außenseiter nach etwa 25 Minuten plötzlich ins Spiel. Nach 27 Minuten ließ Rüdiger Szalai zunächst aus den Augen, rettete aber im letzten Moment.

In der Folge musste das DFB-Team Schrecksekunden um Jerome Boateng und Sami Khedira verdauen. Der Abwehrchef musste früh am rechten Oberschenkel behandelt werden, der erst aus einer Verletzung kommende Khedira bekam einen Schlag auf den Knöchel (31.) und blieb nach der Halbzeit in der Kabine.

Sechs Minuten vor der Pause gelang dann die zumindest zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Führung - nach einer Hereingabe von Hector drückte Lang den Ball vor Götze über die Linie.

In der Pause wechselte Löw zwei Spieler, aber mehrere Positionen. Emre Can ersetzte Hector, für Khedira kam Gomez, Götze ging zurück ins zentral offensive, der bis dahin schwache Mesut Özil rückte - wie beim 4:1 gegen Italien - neben Kroos auf die Sechs.

Das Löw-Team gewann die Spielkontrolle zurück, ließ aber weiter Zielstrebigkeit vermissen. Nach einem langen Ball von Boateng scheiterte Gomez per Kopf an Kiraly, ehe Müller vollstreckte.

"Das war wirklich ein schönes Erlebnis!", seufzte Frau Hannig, als alle wieder im Bus saßen und nach Nieheim zurückfuhren

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