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Die Förderung mit der AVWF-Methode



An der Peter-Hille-Realschule wird seit einigen Jahren zu Beginn des Schuljahres jeweils für die 5. und 6. Klassen eine 2-wöchige Förderung durchgeführt, die auf der AVWF-Methode, der Audiovisuellen Wahrnehmungsförderung nach Conrady, beruht.
Diese Methode ist mittlerweile auch bei Spitzensportlern zur Wahrnehmungs- und Konzentrationsförderung sehr bekannt. U.a. trainieren hiermit viele der international erfolgreichen Skispringer der österreichischen Nationalmannschaft, wobei das Programm bzw. die Musik für (Schul-)Kinder entsprechend modifiziert ist.

Die Kinder hören über sehr gute Kopfhörer ungefähr 60 Minuten mit Ultrahoch-Frequenzen unterlegte Musik, was vom durchschnittlichen Ohr nur teilweise als ein Schnarren wahrgenommen werden kann.
Durch diese Frequenzen wird ein Innenohrmuskel, der Stapedius, trainiert, der wiederum direkt mit dem vagalen Nervensystem verbunden ist, und dieses dadurch anregt.
Dieser Teil unseres Nervensystems reguliert die Entspannung und damit ein Gefühl der Sicherheit, was heutzutage, besonders bei einer - auch unbewusst - als unsicher und bedrohlich empfundenen Umgebung, nicht mehr durchgehend hergestellt werden kann. Dadurch befinden sich viele Menschen, auch Kinder, in einer fast permanenten unnatürlichen 'Hab-acht-Situation'. Entspanntes Einlassen auf u.a. auch Unterrichts- und Lernsituationen wird dadurch erschwert.
Das Anregen des vagalen Nervensystems durch diese bearbeitete Musik erleichtert den Kindern eine entspanntere Herangehensweise und so einen wahrscheinlich größeren Erfolg in Lernsituationen.

Die hierzu notwendige Ausrüstung wird von dem AVWF-Zentrum in Blomberg-Istrup, das von Herrn Conrady selbst geleitet wird, zur Verfügung gestellt und im Computerraum aufgebaut. Sie  kann von 30 Kindern gleichzeitig genutzt werden.
Erfahrungen im schulischen Bereich zeigen eine deutliche Lautstärkeminderung in den Klassen, die das AVWF-Programm (auch an anderen Schulen) durchlaufen haben, im Vergleich mit anderen Klassengruppen derselben Schule.

Im Zusammenhang damit trainieren die Schüler an unserer Schule während des Hörens mit dem Programm 'Topvision' am Computer auch die visuelle Wahrnehmung, u.a. das schnelle Erfassen von Buchstaben- oder Zahlenkombinationen, das periphere Sehen und das Konzentrieren auf bestimmte Ereignisse auf dem Monitor.
An der Peter-Hille-Schule wurde vor und nach einer solchen Förderung ein Konzentrations- und Wahrnehmungstest in einer Klassenstufe mit 4 Klassen durchgeführt, wobei zu der Zeit erst eine Klasse gleichzeitig auch die Wahrnehmungsschulung 'Topvision' am PC durchgehend begleitend durchlaufen hat.
Die Auswertung zeigte nach der Förderung eine deutlich höhere Trefferquote bei der Richtigkeit als auch der Anzahl der bearbeiteten Einheiten des Tests in dieser Klasse im Vergleich mit den anderen 3 Klassen derselben Jahrgangsstufe.
Seit der Zeit werden bei allen AVWF-Förderungen gleichzeitig auch  die Übungen des 'Topvision'-Programms begleitend bearbeitet.
Für alle beteiligten Lehrkräfte liegt ein Ordner bereit, in dem die einzelnen Stufen mit Musikauswahl und den täglich wechselnden Übungen des 'Topvision'-Programms erklärt sind, sodass für alle Kinder die gleiche Abfolge gewährleistet und der Ablauf somit standardisiert ist. Um die den Kindern das Hören zu 'versüßen', können sogar täglich unterschiedliche Musikrichtungen gewählt werden, die stufenweise gesteigerte Bearbeitung der Musik ist hiervon unabhängig.

Die Hörphasen erstrecke sich jeweils über fast zwei Schulstunden, da das Einloggen der Kinder und die Einführung der neuen Übungen am PC über die reinen ca. 60 Minuten Hörzeit hinaus Zeit in Anspruch nehmen. Sollten die Kinder frühzeitig genug mit der Hörphase fertig sein, steht es den Lehrkräften frei, die restliche Zeit auch noch für ihren Fachunterricht zu nutzen.
Da für die teilnehmenden Klassen während dieser zwei Schulstunden der entsprechende Fachunterricht überwiegend ausfallen muss, wird durch das Verlegen der Hörphasen gewährleistet, dass nicht zwei Wochen lang dieselben Fächer ausfallen. Somit hört eine Klasse während der ersten Woche in den ersten beiden Schulstunden, in der zweiten Woche dann in der dritten und vierten und umgekehrt.
Begleitet und betreut werden die Klassen jeweils von den Lehrkräften, die während der entsprechenden Stunden in der Klasse auch Unterricht erteilen würden.
Für diese Kolleginnen und Kollegen liegt ein Plan bereit, sodass alle Beteiligten wissen, mit welcher Klasse und in welchen Stunden sie jeweils an der Förderung beteiligt sind.

Am ersten Tag der AVWF-Förderung werden alle Kinder mit der Durchführung vertraut gemacht, die u.a. gewährleisten soll, dass die Kopfhörer möglichst durchgehend aufbehalten werden und dass nicht gesprochen oder mitgesummt oder -gesungen wird, um keine zusätzlichen Schwingungen im Innenohr zu erzeugen.
Ebenfalls lernen die Kinder am ersten Tag ein 'Tangram'_Spiel kennen, das am PC gespielt werden kann. Hier können auch Ungeübte erste Versuche mit der Handhabung der Maus und des Cursors machen.
Ab dem 2. Tag werden von den insgesamt 11 Übungen des 'Topvision'-Programms 9 nacheinander von den Kindern während des Hörens der AVWF-Musik begleitend durchgeführt, wobei täglich eine neue Übung eingeführt wird.
Vor Beginn der Hörphase wird von den jeweils begleitenden Kolleginnen oder Kollegen die für diesen Tag vorgesehene 'Topvision'-Übung erklärt.
Diese steigern sich im Grad der Schwierigkeit, einmal während der Übungen selbst, bei denen die Level gesteigert werden, als auch in der Art der Übung, sodass eine langsame Gewöhnung an höhere Anforderungen im Bereich der Schnelligkeit der Wahrnehmung und der Konzentrationsfähigkeit ermöglicht wird.
Jede neue Übung wird zu Beginn der täglichen ca. einstündigen Hörphase jeweils 30 Minuten bearbeitet, danach wird die Übung des Vortags aufgegriffen und noch einmal 20 Minuten bearbeitet, anschließend folgt zum Ausklang eine 10-minütige Entspannungsphase mit Spielen, die die Kinder frei auswählen dürfen, oder anderen schon bekannten Übungen des 'Topvision'-Programms.

In Abständen wird auch ein Fragebogen an die Eltern der jeweils beteiligten Kinder der 5. und 6. Klassen ausgegeben, um eine Rückmeldung über Veränderungen zu erhalten, die sie mit und an ihren Kindern währen der Zeit nach der Förderung wahrnehmen.
Die bisherigen Rückmeldungen von Eltern bescheinigen überwiegend als positiv empfundene Veränderungen, was eine Fortsetzung der bisherigen jährlichen Förderung unterstützt.

Außerdem stehen außerhalb dieser jeweils zwei bis drei 2-wöchigen Phasen zu Beginn des Schuljahres zusätzlich 8 weitere PC-Plätze mit angeschlossener AVWF-Ausrüstung in einem abgeschlossenen Raum zur Verfügung.
Hier können Schülerinnen und Schüler jederzeit entweder das 10-tägige Programm durchlaufen, was vor Prüfungen oder anstehenden Klassenarbeitsphasen, insbesondere von älteren Schülerinnen und Schülern genutzt wird. Hierbei sind besonders die Kinder bereit, die zusätzliche Zeit zu 'investieren', die die AVWF-Förderung in den unteren Klassen für sich selbst als positiv wahrgenommen haben.
Diese Plätze werden aber auch benutzt, um unruhigen Schülerinnen und/oder Schülern eine Möglichkeit zum 'Herunterfahren' zu bieten, was in Absprache der Lehrer/innen mit den Eltern als zusätzliche 10-tägige Förderung oder auch als Teilförderung im Zusammenhang mit anderen Förderungen, beispielsweise im Bereich Konzentrationsfähigkeit, Rechtschreibung oder auch Schreibübungen zur Steigerung der Leserlichkeit von Schülerhandschrift, stattfinden kann. 

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