Schulen ans Netz

Projektbericht der Peter-Hille-Schule

 

Rahmenbedingungen

Der NRW-PC ist integriert in ein LAN mit 9 modernen Schüler-PCs, die über einen Kommunikationsserver (NT 4.0, Netscape Suite Spot) Zugang zum Internet haben.

Pro Klasse bzw. Lerngruppe sind 15 separate email-Accounts eingerichtet, die jeweils über ein eigenes Passwort abgesichert sind.

Alle interessierten Lehrer/innen verfügen über eigene email-Adressen.

 

Aktivitäten - Projekte

WP - Informatik Kl. 9 Praktikums- (1.Phase) und Lehrstellenmarkt (2.Phase) mit Eigenprofilen der hiesigen Betriebe im Rahmen des Projekts "Schulintranet im Kreis Höxter"

Verbesserung der Berufsinformation und Berufsfindung; Übernahme einer Agenturfunktion auf Seiten der Schule zum Zwecke der Schaffung einer direkteren Vermittlungsbasis; Aktive Beschaffung von netztechnologienahen Praktikumsmöglichkeiten sowie Lehrstellen; dadurch häufigere und intensivere Integration von schulischen Ausbildungstätigkeiten und praktischen Anforderungen

WP - Informatik Kl. 10 Gestaltung und Pflege unserer Homepage
Pk - Unterricht Quellenstudium anhand der Präsentationen der Städte des Kreises Höxter und des Kreises Höxter. Nutzung statistischen Zahlenmaterials, Kommunikation mit Behörden unter Nutzung des Netzes
Kl. 10a, Kl. 10b Vorbereitung der Klassenfahrten nach Hamburg und Berlin

 

Weiterbildung der Unterrichtenden

Teilnahme des Projektleiters an den Weiterbildungsangeboten im Rahmen des Projekts "Schulintranet im Kreis Höxter"

schulinterne Einweisung von Kollegen/innen in die Nutzung des Internet-Zugangs in unserem LAN

ganztägige Schilf durch das Moderatorenteam Groß/Bolte

Teilnahme an der Schelf für Schulen des 2. Bewerbungsfensters

 

 

Projekt "Schulintranet im Kreis Höxter"


Ausgangslage

Der Wirtschaftsraum Kreis Höxter
Die ökonomischen Stärken des Kreises Höxter resultieren aus einem günstigen Lohn- und Gehaltsniveau sowie einer geringen Fluktuationsrate der erwerbstätigen Bevölkerung. Besondere Investitionsanreize bieten verbilligte Darlehen und Investitionszuschüsse. Im Bereich Humanressourcen bieten die Hochschulen, Schulen und Weiterbildungsträger im Kreis Höxter eine ausbaufähige Ausbildungs-struktur.

Zu den besonderen Schwächen des Gebietes zählt vor allem der nach wie vor über-durchschnittlich hohe Anteil der in der Landwirtschaft Beschäftigten. Die Anzahl der kleinen und mittelständigen Betriebe kann durchaus als ausgewogen bezeichnet werden, allerdings die Anzahl der Beschäftigten in der Industrie ist eher gering.- Sind hier in der Vergangenheit Fehler gemacht worden?



Problemstellung

Bildungsbedarfsanalyse im Kreis Höxter
Im Rahmen einer Bildungsbedarfsanalyse im Kreis Höxter wurde zum einen festgestellt, daß 87% der befragten Unternehmen die neuen IT (Informations- und Kommunikations-Technologien) als sehr bedeutsam für ihre tägliche Arbeit einschätzen. 83% der Befragten eine Qualifikation in IT als sehr wichtig ansehen. Zum anderen haben es die Betriebe sehr schwer auf dem heimischen Arbeitsmarkt entsprechend qualifiziertes Personal zu finden.

 
Qualifizierung

Die Bildungslandschaft
Eine Qualifizierung des Humankapitals soll/-te die Prämisse des Projektes Schulen ans Netz sein. Hierzu kommt die Erwartungshaltung der Industrie an die Arbeitnehmer, Erfahrungen in neusten Technologie zu haben. Die Möglichkeit diese Forderungen zu erfüllen, wird nur durch effektive Vorbereitung der Lernwilligen für die späteren Aufgaben im Arbeitsprozeß erreicht.Eine Qualifizierung in der neuen IT-Landschaft bietet die Anwendung des Internets. Alle Schulen im Kreis Höxter wurden auf Grund dieser Ausbildungsforderung an den heimischen Arbeitsmarkt vernetzt.

 
Internet und Bildung

Vernetzung
In einigen Schulen wurden die zur Verfügung gestellten Servern zu sogenannten Intranets (schulinterne Vernetzung) erweitert, so daß eine Kommunikation der Schüler und Lehrer sowohl weltweit, als auch in der Schule möglich ist.

Die Anbindung der Schulen an zwei gemeinsam genutzte Standorte im Kreis Höxter bringt für die Benutzer große Vorteile. Aus dem Internet geholte Daten werden in den Standorten automatisch für alle Schulen zwischen gespeichert und können bei Bedarf sehr schnell wieder aufgerufen werden. Dieses führt zu einer Netzkostenersparnis. Weiter ist die e-mail Versendung von Schule zu Schule durch diese Technologie schneller. Newsgroups für Diskussionen sind eingerichtet, so daß man standort-unabhängig diskutiert und projektiert. Hierbei können schulinterne, schulüber-greifende, ja sogar weltweite Projekte gestaltet werden. Eine Einbindung von Betrieben, öffentlichen Einrichtungen in das Netz kann für beide Seite zu einer bisher nicht dagewesen Kommunikation führen.

Die Überwachung sowie Sperrung einiger Internetseiten kann zentral vorgenommen werden.

 

Netzwerkaufbau

Um für das Schulintranet des Kreises Höxter weitestgehende Unabhängigkeit zu schaffen, mußte eigens ein eigenes Netzwerk, sozusagen ein "Mini-Internet" aufgebaut werden.
Um zu gewährleisten, daß sich sämtliche, am Projekt teilnehmenden Schulen, zum Ortstarif in das Internet einwählen können, mußten zwei voneinander getrennte Einwahlknoten geschaffen werden (Marienmünster und Borgentreich).
Weiterhin mußte die Möglichkeit eingeräumt werden, niemals das Intranet zu verlassen, um z.B. mit anderen teilnehmenden Schulen zu kommunizieren. Zu diesem Zweck wurden die Festverbindungen bei Abacom-Internet zentral angenommen und durch entsprechendes Routing werden die Schulen entweder von Einwahlknoten zu Einwahlknoten oder aber direkt ins Internet geroutet.
Zur Unterstützung wurden sowohl in den Standorten, als auch bei Firma Abacom-Internet sog. Proxy-Server installiert (im Prinzip fungieren diese in erster Linie als große Cache-Speicher), um bereits aus dem Internet transferierte Daten schnell allen Schulen zur Verfügung zu stellen.

Im Laufe der Zeit wird sich mit ansteigendem Datentransfer diese Struktur behaupten müssen, so daß bereits im Vorfeld das Einwahlequipment als auch die Servermaschinen lieber eine Nummer größer gewählt wurden.
Nachdem anfängliche Schwierigkeiten und die gegebene natürliche Distanz der Benutzer abgebaut werden, werden die Leitungskapazitäten auf Dauer sicherlich erhöht werden müssen.

 

Peter-Hille-Schule (Reinhard Tiemann), erstellt am 14.11.98