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Popchor erobert Lüneburg

„Wunderbar, unvergesslich, großartig, beeindruckend, außerordentlich, erlebnisreich“ – das war sie, die „Bundesbegegnung Schulen musizieren“ in Lüneburg, und wir, der Popchor der Peter-Hille-Realschule Nieheim, waren mittendrin!

Alles begann im Frühjahr 2014. Wie schon seit vielen Jahren nahmen wir an der „Landesbegegnung Schulen musizieren“ teil, die alle zwei Jahre vom „Bundesverband Musikunterricht“ (BMU) veranstaltet wird und die für NRW dieses Mal zentral für alle Ensembles in Düsseldorf stattfand. 48 Musikgruppen aus ganz NRW trafen sich und spielten sich in sechs Konzerten gegenseitig vor. Neben dem Begegnungscharakter ging es auch darum, dass ein Ensemble ausgewählt wird, das Land NRW bei der „Bundesbegegnung“ 2015 zu vertreten. Im Juli erfuhren wir dann, dass wir die Glücklichen sein würden.

Fortan stand unsere Arbeit voll im Zeichen der Vorbereitung auf dieses Großevent. Die „Bundesbegegnung“, die seit 1981 stattfindet, führt ausgewählte Ensembles aus allen Bundesländern und allen Schularten für mehrere Tage zusammen und gibt ihnen die Möglichkeit, ihr musikalisches Können darzustellen und andere Gruppen kennenzulernen. Sie verfolgt u.a. das Ziel, einer breiten Öffentlichkeit die Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit schulischer Musiziergruppen zu zeigen sowie vor allem die Politik auf die gesellschaftliche und individuelle Bedeutung der Musikerziehung in der allgemeinbildenden Schule aufmerksam zu machen.

Verstärkt durch einige Ehemalige traten wir am Morgen des 28.5 (Donnerstag) die Busreise nach Lüneburg an, hinter uns unser Begleitfahrzeug mit zwei Müttern und unserem E-Piano. Uns erwartete eine Stadt, die vier Tage lang voller Musik sein würde, gespielt und gesungen von über 600 Jugendlichen aus allen Bundesländern. Wohin man auch ging, überall spielte Musik: auf dem Marktplatz, in Biergärten, im Kurpark, in Kirchen, in Schulen, in sozialen Einrichtungen oder einfach auf den Straßen und Plätzen der Stadt.

Am ersten Tag waren wir selbst noch nicht aktiv, sondern erkundeten nach unserer Ankunft in der Jugendherberge die Stadt. Abends gab es das erste Begegnungskonzert auf der Großbühne am Marktplatz, wo uns vor allem eine Sambagruppe aus Berlin und eine Förderschulband aus Niedersachsen beeindruckte. Anschließend ging es zum gemeinschaftlichen Abendessen in ein Großzelt am Rathaus. Unsere Befürchtungen einer Massenverpflegung (Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, Bockwürstchen mit Toast) erwiesen sich als grundlos. Es gab Lasagne, Kasseler mit Gemüse und anderes zur Auswahl, und alles war richtig lecker. Zurück in der JH trafen wir auf einige andere Teilnehmerensembles, u.a. die Sambagruppe, mit denen die JH komplett ausgebucht war. Vor dem Schlafengehen trafen wir uns auf unserem Flur – traditionell, wie bei unseren Chorfahrten üblich, auf dem Fußboden – zum ersten „Briefing“, der Vorbesprechung für Freitag, den nächsten Tag.

Der würde hart für uns werden, das war klar. Auf dem Programm standen vier Auftritte, und zusätzlich waren wir aufgefordert, durch die Stadt zu ziehen, um Straßenmusik zu machen, wo immer es sich anbot.

Wir standen schon früh auf, denn bereits um 10 Uhr sollte das Schulkonzert in der „Oberschule am Wasserturm“ beginnen. An der Schule wird Musik ganz groß geschrieben. Viele Musikprojekte laufen dort, und sie ist perfekt mit Instrumenten und Technik ausgestattet. Sogar ein Tonstudio ist vorhanden. Wir sangen unser Programm in einer tollen historischen Aula vor 300 Schülern und Lehrern, wurden mit Riesenapplaus bedacht und wurden nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen. Beeindruckt hat uns die Herzlichkeit, mit der wir an der Schule empfangen und behandelt wurden.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es in einem Biergarten open air weiter. Eine halbe Stunde Auftritt, und dann musste es schnell gehen zum nächsten Auftrittsort in der Stadt, dem „Alten Kran“ am historischen Markt. Auf unserem Fußweg dorthin begleitete uns ein Kamerateam von der „Landeszeitung Lüneburg“. Als wir am „Alten Kran“ begonnen hatten zu singen, stieß ein zweites Team, das vom NDR, hinzu. Inzwischen war es schwül geworden. Zum Glück hatten die begleitenden Mütter nicht nur vorab schon unser E-Piano angeliefert und aufgebaut, sondern auch für reichlich Getränke gesorgt. Danach ging es ebenfalls unter Zeitdruck in die Stadt, Straßenmusik machen. Vor dem Redaktionsgebäude der „Landeszeitung“ setzten wir uns auf die Straße und sangen „Hanging Tree“. Was wir nicht wussten, war, dass wir aus dem Gebäude heraus gefilmt wurden! - Das Video wurde von der Redaktion auf Facebook eingestellt und hat aktuell knapp 10000 Klicks. –

Um 17 Uhr mussten wir im „VAMOS“ sein, einer Großraumdisco und Konzerthalle, zur Stellprobe für das Begegnungskonzert am Abend – unserem letzten Auftritt für den Tag, der Kraft und auch Stimme gekostet hatte. Im „VAMOS“ war in der Zwischenzeit unser Schulleiter Herr Novian mit seiner Frau eingetroffen, der eigens für uns nach Lüneburg angereist war, um uns dort zu hören und zu unterstützen. Das gab uns den letzten Kick für einen richtig guten Auftritt vor allen anderen Ensembles und einem Riesenpublikum in der Halle. Erstaunt hat uns anschließend das semiprofessionelle Niveau der Big Band aus Schleswig-Holstein und der Jazzrockband aus Bremen.

Zum Glück sollte der Samstag entspannter werden. Der Morgen war gefüllt mit der Teilnahme an einer Reihe unterschiedlicher Workshops, wo sich die Teilnehmer aus allen Gruppen mischten. Angeboten wurden so spannende Themen wie Bodyperkussion, Unerhörte Klänge, Tanz, Samba-Perkussion und vieles mehr. Unser einziger Auftritt war am Nachmittag im Kurpark vorgesehen, zwischen zwei Bläserensembles aus Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern. Wir hatten die Bühne gerade betreten, als ein heftiger Platzregen herabstürzte, der alle Konzertbesucher fluchtartig das Weite suchen ließ. Nur Herr und Frau Novian harrten unbeirrbar im Regen auf dem weißen Konzertgestühl unter ihren großen Schirmen aus – Respekt! Als sich der Regen verzog, kehrte auch das Publikum zurück, und wir konnten unseren Auftritt wie geplant absolvieren.

Am Abend besuchten wir das dritte große Begegnungskonzert in der St. Johanniskirche, die 1000 Menschen fasst. Und sie war nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt. Dort hörten wir u.a. einen großartigen Grundschulchor aus Dresden, ein hochklassiges Sinfonieorchester aus Hamburg – und dann einen Mädchenchor aus Estland, genauer gesagt aus Tartu, der Partnerstadt Lüneburgs. Dieser Chor hat schon zahlreiche internationale Wettbewerbe gewonnen, sorgte für große Begeisterung und beeindruckte uns ganz besonders.

Nach dem erneut leckeren Abendessen im Zelt war der letzte Stadtbus schon weg. Der Fußweg zur JH betrug fast 3 Kilometer. Zum Glück waren die Mütter zur Stelle, die unseren Shuttle-Service spielten, und nach einem wiederum langen Tag waren wir froh, endlich zurück und für uns zu sein. Noch ein kurzes Briefing auf dem Flur, und das war es dann.

Unser letzter Auftritt bei der „Bundesbegegnung“ war die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes in der ev. Nicolaikirche, einem sehr schönen, ca. 500 Jahre altem Bau im Stil der Backsteingotik, die im norddeutschen Raum oft zu sehen ist. Das Singen dort machte besonders viel Spaß, weil die Kirchenakustik den Gesang weit trug und einen runden Chorklang unterstützte.

Dann mussten wir uns beeilen zum letzten Programmpunkt der Begegnung, dem Abschlusskonzert im „VAMOS“, wo noch einmal fünf hochkarätige Ensembles auftraten. Die Festredner, unter ihnen Prof. Ortwin Nimczik, der Vorsitzende des BMU, und die niedersächsische Kultusministerin, nutzten die Gelegenheit für starke Appelle, den Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen nicht nur zu erhalten, sondern auszubauen und vor allem für Kontinuität zu sorgen, ohne die eine musikalische Ausbildung nicht möglich sei. Gefordert wurde außerdem eine hochqualifizierte Ausbildung der Musiklehrkräfte, denn nur damit sei ein Niveau wie das gezeigte zu erreichen.

Für uns als Realschulchor aus einer kleinen Gemeinde bedeutet es eine große Ehre, Teil einer Veranstaltung zu sein, die bundesweit wirbt für mehr und besseren Musikunterricht an den Schulen. Daneben war die „Bundesbegegnung“ der Lohn für unsere jahrelange Arbeit im Chor und hat uns allen eine Dichte und Fülle von Erlebnissen beschert, die wir niemals vergessen werden.

Popchor erfolgreich in Düsseldorf

Das Foto zeigt den Chor in Düsseldorf am Rhein nahe beim Landtagsgebäude.

„Streetnoise“, der Popchor der Peter-Hille-Realschule Nieheim, vertritt das Land Nordrhein-Westfalen bei der „Bundesbegegnung Schulen musizieren 2015“ in Lüneburg. Diese Nachricht wurde der Schule soeben vom Bundesvorstand des Verbandes Deutscher Schulmusiker (VDS) übermittelt.

Regelmäßig veranstaltet der VDS in ganz Deutschland Begegnungsveranstaltungen für Schulmusikensembles, um die musikalische Arbeit an der Schulen zu fördern und den Gruppen ein Forum zu geben, einander und einer breiteren Öffentlichkeit vorzuspielen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und neue Erfahrungen und Anregungen zu sammeln. Diese „Landesbegegnungen“ finden zunächst auf regionaler Ebene statt. Ausgewählte Gruppen dieser Konzerte werden zu einer Art Finale auf Landesebene im jeweiligen Bundesland eingeladen. Die Landesvorstände des VDS schlagen dann je drei Ensembles des Finales für die Bundesbegegnung vor, von denen der Bundesvorstand letztlich eines auswählt.

 

Seit vielen Jahren nimmt auch „Streetnoise“ immer wieder an der Landesbegegnung teil und hat sich schon mehrfach für das Finale qualifizieren können. Das diesjährige Konzert fand Anfang April in Düsseldorf statt, wo übrigens mit der Big Band des Gymnasiums St. Xaver (Bad Driburg) und dem Symphonischen Blasorchester des Gymnasiums Brede (Brakel) zwei weitere Vertreter des Kreises Höxter mit von der Partie waren. Der Auftritt des Chores hat nicht nur das große Publikum überzeugt, sondern auch den anwesenden Vorstand des VDS.

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30 Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren singen bei „Streetnoise“, einer AG der Realschule Nieheim, die aber viel mehr ist als nur das. Sie ist eine echte musikalische Interessensgemeinschaft. Der Chor fährt zu Probenfreizeiten, hat Workshops mit Sängerinnen, nimmt an Wettbewerben, Festivals und Begegnungsveranstaltungen weit über die Grenzen Nieheims hinaus teil und veranstaltet eigene Konzerte. Vor Kurzem erst kehrte er vom Wettbewerb „Jugend singt“ in Dortmund mit einer Silbermedaille und dem Sonderpreis für das beste a-cappella-Stück zurück. Äußerst erfolgreich und vielbeachtet war auch der Auftritt bei der „Einfach-so-Show“ im Mai in Paderborns Kulturwerkstatt.

Das Programm ist breit gefächert. So finden sich Titel aus Soul und DooWop neben Gospelsongs des Oslo Gospel Choir, deutschsprachigem Sangesgut und Liedern des belgischen Mädchenchores Scala und auch aktueller Pop findet seinen Platz. Das alles geschieht in drei- bis fünfstimmigen, gut gelaunten, auch schon mal gegen den Strich gebürsteten Eigenarrangements, klavierbegleitet oder a cappella. Und die Sänger schrecken weder vor body percussion und Sologesang noch vor Bewegung auf der Bühne zurück.

Die Leitung hat Musiklehrer Richard Wiemers.

Nach den Ferien werden die Vorbereitungen auf die Bundesbegegnung starten. Sie geht vom 28. bis 31. Mai 2015. Vier Tage lang wird Lüneburg ganz im Zeichen der 16 Schulmusikensembles stehen. Es wird eine Reihe von Konzerten und Workshops geben, und TV und Presse werden regelmäßig davon berichten.--> 

Weitere Infos unter http://www.vds-musik.de/veranstaltungen/bundesbegegnung-schulen-musizieren/details/news/17-bundesbegegnung-schulen-musizieren/

Der Popchor "Streetnoise" bei "jugend singt"

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